Das Konzept

Das Besondere am Freimaurermuseum in Rosenau ist die thematische Einheit von Schlossanlage, Schlossräumlichkeiten und Museum. Der architektonische Entwurf der Gesamtanlage folgt nicht nur dem harmonischen Muster der barocken Loire-Schlösser, er weist auch eine geheime Zahlensymbolik auf, wie sie der Freimaurerei eigen ist. Die Funktionen der verschiedenen Gebäude des Ensembles sind vom Geist der Aufklärung bestimmt. Ausgestaltung und Malerei in den Räumen verbergen ein masonisches Geheimnis, das auch die im Gebäudeverbund stehende Kirche einschließt. Das museale Konzept musste daher dem Thema des Schlosses untergeordnet und den Logenräumlichkeiten, in denen das Museum untergebracht ist, integriert werden..

Am Beginn (1975) überwog der didaktische Anspruch, der in der zweiten Phase durch eine stärkere Betonung des optischen Eindrucks verstärkt wurde. In den letzten Jahren, nachdem im Jahr 1996 auch alle organisatorischen Umstände geändert worden waren und die Großloge von Österreich die Verantwortung für das Museum übernommen hatte, wurde ein neues, längerfristig wirksames Konzept geschaffen, dessen wesentliche Teile bereits verwirklicht wurden.

Der Museumsbesuch soll emotionale Wirkung erzeugen. Die Ausstellungsstücke müssen daher authentisch sein und sich in die historische Funktion der Räume einfügen. Ein Freimaurermuseum soll neben den historischen und kulturellen Informationen auch die freimaurerische Lebenseinstellung und Sinnsuche sowie die Stellung der Freimaurer in der heutigen Gesellschaft vermitteln. Dies soll ein kurz skizzierter Rundgang veranschaulichen.

2015 ist dieses Konzept besonders konsequent verfolgt worden und das Thema der Sonderausstellung „Die Maurerey und die Musik“ klingt (im wahrsten Sinne des Wortes) im ganzen Museumsbereich an.
Besonders hervorzuheben ist, dass eine Jury aus professionellen Museumsleitern des „Österreichischen Museumsbundes“ den Museums-„Amateuren“ in Rosenau das Museumsgütesiegel zuerkannt hat. 

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