Die Loge im Schloss

Im Schloss Rosenau wurden während des barocken Umbaues in der Mitte des 18. Jahrhunderts im ersten Stock des Südflügels Räumlichkeiten für die Arbeit einer Loge adaptiert.

Seit Einrichtung des Museums in diesen Räumlichkeiten im Jahr 1975 finden dort regelmäßig freimaurerische Zusammenkünfte („Arbeiten“) statt, was weltweit eine Einmaligkeit darstellt. Nirgendwo sonst kann in einem historischen Tempel, der aus der Gründungszeit der Freimaurerei in Zentraleuropa stammt, rituell gearbeitet werden.

Das hat dazu geführt, dass diese Räumlichkeiten nicht nur von den österreichischen Logen genutzt werden, sondern Rosenau dient inzwischen auch als Plattform einer internationalen Zusammenarbeit mit unterschiedlichen masonischen Richtungen, wobei auch die Grenzen der „Regularität“ im Sinne der „United Grand Lodge of England“ überschritten werden.


Es wird allgemein anerkannt und von London durchaus toleriert, dass es gemeinsame historische Wurzeln gibt, die eine Kooperation auf musealen Gebiet und in der Geschichtsforschung sinnvoll erscheinen lassen.

Diese besondere Bedeutung von Rosenau für die Freimaurerei hat dazu geführt, dass Schloss und Museum in zunehmendem Maße von der österreichischen Freimaurerei und ihren Mitgliedern auch finanziell unterstützt werden, was für die Erhaltung der Schauobjekte und die Einrichtung von Sonderausstellungen besonders wichtig ist.

Der Museumsverein Rosenau ist auch Gründungsmitglied der Arbeitsgemeinschaft Europäischer Freimaurermuseen (AMMLA), die in jährlichen Tagungen die Zusammenarbeit untereinander, die Durchführung gemeinsamer (Wander-) Ausstellungen und den Informationsaustausch berät. 

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