Rundgang durch das Museum

Die dunkle Kammer

Raum der verlorenen Schritte (Marmorkabinett)

Der Tempel

Im Schreibzimmer wird die kulturgeschichtliche Entwicklung der Maurerei von der Werkmaurerei zur spekulativen Freimaurerei erklärt und dargestellt. Die Tafeln sind auf einem Stahl/Glas-Gerüst montiert, das ein Pentagramm bildet. Das Pentagramm ist nicht nur ein bedeutendes masonisches Symbol, es ist auch eine wichtige Grundform der Schlossarchitektur.

Vorläufer der Freimaurerei

In ihrem Selbstverständnis besteht die Freimaurerei "seit urdenklichen Zeiten", wobei auch antike Mysterienbünde in das Gedankengebäude einbezogen werden. Mittelalterliche Handwerkszünfte und Bauhütten verstanden sich als Bruderschaften und Männerbünde. Grundlage für ihre Zusammenschlüsse sahen sie in biblischen Texten, vor allem in dem dort beschriebenen Bau des Salomonischen Tempels.
Zu direkten Vorläufern der Freimaurerei wurden die Bauhütten in Britannien. Vor allem in Schottland war die Zunft der Steinmetze gut organisiert und durch Statuten geregelt. Das älteste maurerische Dokument ist das Regius-Manuskript, eine Steinmetz-Ordnung aus England um 1389, mit Anleitungen zu sittlich-religiösem Verhalten. Die Mitglieder der Bauhütten, englisch "Lodges", waren in zwei Grade, nämlich Lehrling und Geselle, gegliedert.

Übergang von der operativen zur spekulativen Maurerei

Zuerst in Schottland nach 1600, dann in England, wurden Nicht-Steinmetze als "angenommene Mitglieder" in die Logen aufgenommen. Ein bemerkenswertes Dokument hierüber bildet eine Tagebucheintragung des Gelehrten Elias Ashmole über seine Aufnahme in eine Bauhütte am 16. Oktober 1646. Gegen Ende des 17. Jahrhunderts dürfte in vielen Logen die Zahl der "spekulativen" Mitglieder jene der operativen bereits erheblich überschritten haben.
Als offizielles Geburtsdatum der moderenen Freimaurerei gilt der 24. Juni 1717, der Johannistag, als sich in London vier Logen zur ersten Großloge der Welt zusammenschlossen. Die Ausbreitung über den europäischen Kontinent erfolgte im Zeitalter der Aufklärung sehr schnell, wobei sich von Frankreich aus eine teilweise eigenständige Entwicklung ergab. Alte Pflichten der Bauhütten wurden übernommen, aber nun im Sinne einer geistigen Arbeit am symbolischen Tempel der Allgemeinen Menschenliebe verstanden.

Die ehemalige Logenbibliothek steht für Wechselausstellungen zur Verfügung. Seit April 2009 befindet sich hier die Sonderausstellung "255 Jahre Großloge in Österreich".

Die Dunkle Kammer animiert zum Memento mori. Sie diente den Neophyten als Vorbereitungsraum vor ihrer rituellen Aufnahme in die Loge.

Das ehemalige Ankleidezimmer und der daran anschließende Raum für die Weiße Tafel sind mittels einer den Exponaten zugeordneten Licht- und Tondramaturgie den freimaurerischen Prinzipien Toleranz, Humanität, Ethik u.a. gewidmet. Porträts prominenter Freimaurer aus Politik, Kunst, Literatur und Philosophie werden hier ebenso gezeigt wie maurerische Bekleidung (Schurze), Logeninsignien (Bijoux, Schlüssel, Siegel etc.) und archivalisches Material zur Geschichte einzelner Logen.

Die Loge "Zur Wahren Eintracht"

Mit der Thronbesteigung Josephs II. begann in mancherlei Hinsicht eine neue Epoche: 1773 war der Jesuitenorden als dogmatisch-religiöse Ordnungsmacht zusammengebrochen, die Bindungen des Feudalstaates hatten sich überlebt, und die im Barock dominierende Gegenreformation vermochte nicht mehr dem von England ausgehenden Gedankengut der Aufklärung Einhalt zu gebieten.
In dieser Situation wurde 1781 die Loge "Zur Wahren Eintracht" gegründet, die sich - vor allem nach dem Eintritt von Born und Sonnenfels - schnell zur Wiener Elite-Loge entwickelte. Zu den 226 Brüdern dieser Loge zählten die bekannten Ärzte Johann Peter Frank, Johann Nepomuk Hunczowsky und der Anatom Joseph Barth. Joseph Haydn wurde in diese Loge aufgenommen. Die Literaten Aloys Blumauer und Joseph Ratschky, Johann Baptist Alxinger und Cornelius von Ayrenhoff waren ihre Mitglieder. Wolfgang Amadeus Mozart war häufig Gast bei den Arbeiten dieser Loge und wurde auch hier zum Gesellen befördert.

Zum unvergänglichen Ruhm dieser Loge hat auch der Umstand beigetragen, daß sie ihre Baustücke (Vorträge, die bei der Zusammenkunft der Brüder gehalten werden) im "Journal für Freymaurer" drucken ließ. Die Logenarbeiten der "Wahren Eintracht" erstreckten sich aber über keinen allzulangen Zeitraum. Durch den Erlaß des "Freimaurerpatents" im Dezember 1785 wurde mit einer kaiserlichen Verordnung eine Logenkonzentration angeordnet.

Die große Zeit der Logen in Österreich

Nach einem Zwischenspiel 1754 bestand in Wien wieder von 1763 bis 1770 eine Loge, die unter dem Namen "Die Freigebigen" zum templerischen Clermont-System gehörte. Ferdinand Johann Graf Kueffstein suchte hier in alchemistischen Experimenten nach dem Stein der Weisen. Das System der "Strikten Observanz" unter dem Protektorat des Schwiegersohns Maria Theresias, Albrecht von Sachsen-Teschen, gründete für die "Großkomthurei St. Pölten" in Wien die Logen "Zu den Drei Adlern" und "Zum Palmbaum".
1770 entstand die Loge "Zur Hoffnung", die dann den Namen "Zur Gekrönten Hoffnung" annahm, bald darauf "Zum Heiligen Joseph", 1781 "Zur Wahren Eintracht" und 1783 "Zur Wohltätigkeit", alle in Wien. In Innsbruck gab es die Logen "Zu den Drei Bergen" und "Zum Symbolischen Zylinder", in Graz "Zu den Vereinigten Herzen", in Klagenfurt "Zur Wohltätigen Marianna" und in Linz "Zu den Sieben Weisen". 1784 gründete man mit der "Großen Landesloge von Österreich" die erste von außen unabhängige Großloge. Joseph II. regulierte mit seinem Freimaurer-Patent vom Dezember 1785 die Freimaurerei in Österreich, worauf es in Wien nur noch zwei Sammellogen gab. Nach dem Niedergang der "Wahrheit" blieb schließlich allein die berühmte Loge "Zur Neugekrönten Hoffnung" bestehen.

Das Ende 1792/1795

Nachdem seit 1787 in Wien nur noch die Loge "Zur Gekrönten Hoffnung" (wieder unter ihrem alten Namen) bestand, ließ der Regierungsantritt Leopolds II. maurerische Hoffnungen aufkeimen.
Der Herrscher versuchte, Freimaurer in seine politischen Pläne einzubeziehen und in einer "Freimaurer-Assoziation" konservative Logen zu vereinigen, was 1791 zu zwei Neugründungen führte: Eine Neuauflage der Loge "Zum Heiligen Joseph" und eine rosenkreuzerische Bauhütte "Zur Liebe und Wahrheit". Unter der Staatsführung Franz' I. und unter dem Eindruck der fortschreitenden Französischen Revolution kam für alle geschlossenen Gesellschaften im Habsburgerreich bald das Ende.

In vorauseilendem Gehorsam löste sich zuerst die Loge "Zur Liebe und Wahrheit" auf, der bis 1794 auch die übrigen Logen folgten. Mit dem Kriminalpatent von 1795 hatte man die Handhabe zum gänzlichen Verbot der Freimaurerei.

Der Raum der verlorenen Schritte (Marmorkabinett), in dem sich die Freimaurer vor Eintritt in den Tempel zu ritueller "Arbeit" versammeln, und der eigentliche Tempel sind von der Umwelt „abgeschlossen“. Die Fenster sollen aus kontemplativen Gründen nicht mehr Ausblick ins Freie gewähren. Hier erlebt der Museumsgast den Höhepunkt seines Besuchs. Der Tempelraum ist nach altem freimaurerischen Brauch eingerichtet.

Der Raum der verlorenen Schritte (Marmorkabinett), in dem sich die Freimaurer vor Eintritt in den Tempel zu ritueller "Arbeit" versammeln, und der eigentliche Tempel sind von der Umwelt „abgeschlossen“. Die Fenster sollen aus kontemplativen Gründen nicht mehr Ausblick ins Freie gewähren. Hier erlebt der Museumsgast den Höhepunkt seines Besuchs. Der Tempelraum ist nach altem freimaurerischen Brauch eingerichtet.

Der Raum der verlorenen Schritte

Gerade in unserer Zeit ist es immer schwieriger, der ständigen Hast, den Spannungen und "Sachzwängen", unseres Alltages zu entkommen.
Die Emotionen des Augenblicks verstellen aber oft den Blick aufs Wesentliche oder machen hastig oder ungerecht im Urteil. Im "Raum der verlorenen Schritte", der sich vor dem eigentlichen Logenraum befindet, soll der Freimaurer versuchen, sich von den täglichen Verstrickungen zu lösen, sich zu besinnen und zu sammeln.

Der Tempel

Der Tempel ist der besondere Logenraum, in dem Symbol und Ritual zu jener nicht bestimmten und nicht bestimmbaren Einheit werden, die masonisches Sein möglich und masonisches Ziel denkbar macht.
Die Metaphorik des Raumes ordnet das Brauchtum der Freimaurer. Im (symbolischen) Westen befinden sich die Plätze des ersten und zweiten Aufsehers, sowie die beiden Säulen aus dem Vorhof des salomonischen Tempels.

Die Sitzreihen im Norden und Süden lassen ein Rechteck in der Mitte frei. Hier liegt als Symbol der Loge selbst der Tapis (Teppich) zwischen den drei Lichter tragenden Säulen der Weisheit, der Stärke und der Schönheit. Im erhöhten Osten bildet den Mittelpunkt der Altar, auf dem Bibel, Winkelmaß und Zirkel liegen. Dahinter hat der Meister vom Stuhl seinen Platz, um die Arbeit der Brüder anzuleiten. Während die Lehrlinge ihre Sitzplätze in der nördlichen, die Gesellen in der südlichen Kolonne haben, steht es den Meistern frei, wo sie ihre Plätze einnehmen wollen.

Die maurerische Arbeit

Bei den meist wöchentlichen Zusammenkünften beginnt zunächst im Logenraum die eigentliche "maurerische Arbeit": Eingebunden in ein an die Gebräuche der mittelalterlichen Bauhütten anknüpfendes Ritual rufen sich die Brüder selbst auf, an sich zu arbeiten und human zu handeln.
In das Ritual eingebunden ist bei den österreichischen Logen auch ein Vortrag, das sogenannte "Baustück", der ein Thema im freimaurerischen Sinn behandelt. – An die Logenarbeit schließt die "Weiße Tafel" an, die in der Tradition des Brudermahles steht und bei der auch das im Tempel gehaltene "Baustück" diskutiert wird.

Die Anregungen des brüderlichen Gespräches und die moralischen Anstöße des auf Geist und Sinne wirkenden Rituals sollen dem einzelnen Bruder helfen, sich außerhalb der Loge human zu verhalten.

Nach Verlassen des Tempels öffnet sich von der zweiteiligen Empore der Blick in die Schlosskirche, die Leopold Christoph Graf Schallenberg 1739 als römisch-katholische Pfarrkirche für die Gutshofsiedlung Schloss Rosenau errichten ließ.

Ein Streifzug durch die Geschichte der Freimaurerei im 19. und 20 Jahrhundert rundet den Besuch des österreichischen Freimaurermuseums ab und führt durch einen langen Gang zurück zum Eingang.

Freimaurerei in der Grenzlogenzeit 1869 – 1918

Jahrzehntelang verboten und als Inbegriff des Liberalen vom Metternich´schen Polizeistaat verfolgt, ermöglichte erst die bürgerliche Revolution von 1848 wieder sehr kurze Zeit die maurerischen Arbeit.
Die Loge „Zum heiligen Joseph“ wurde kurzfristig erneut zum Leben erweckt. Danach wieder verboten, wurde die Freimaurerei erst mit dem „Ausgleich“ im Jahre 1867 in Ungarn zugelassen. Im österreichischen Teil der Monarchie waren die Logen und die freimaurerische Arbeit weiterhin verboten. So verfielen vor allem die Wiener Brüder auf den legalen Ausweg, auf dem Gebiet der ungarischen Reichshälfte Logen zu errichten.
Die erste sogenannte Grenzloge war die „Humanitas“, die in Neudörfl, im heutigen Burgenland, zuerst 1869 als Bruderverein und dann 1871 als Loge gegründet wurde. Die rituellen Arbeiten wurden in diesen „Grenzlogen“ abgehalten. In Wien wurden „gewöhnliche“ Vereine, die meistens den gleichen Namen hatten, konstituiert. Diese dienten vor allem den gesellschaftlichen Kontakten. Die Brüder trafen sich meistens einmal pro Woche in Wien zu Diskussionen und administrativen Arbeiten, einmal im Monat fuhr man zu rituellen Arbeiten nach Neudörfl und später auch nach Pressburg/Bratislava/Posony.

Trotz dieser Behinderungen nahm die Freimaurerei einen Aufschwung. Auch im I. Weltkrieges wurde rituell, jedoch in eingeschränktem Umfang, gearbeitet.

Die Gründung der Großloge von Wien im Jahre 1918

Mit der Errichtung der Republik im Jahre 1918 waren die gesetzlichen Voraussetzungen der Zulassung der Freimaurerei in Österreich gegeben. Die in Österreich registrierten „Vereine“ wurden in Logen umgewandelt und mit Hilfe der „Symbolischen Großloge von Ungarn“ wurde am 8. Dezember 1918 die Großloge von Wien gegründet.
Das Gründungsprotokoll lautet: „I. .. N. .. d. .. A. .. B. .. a. .. W. .. - Sonntag, den 8. Dezember 1918 sind die Brr. .. der unten genannten vierzehn Logen, welche bis dahin unter dem Schutz der Symb. .. Gr. .. L. .. von Ungarn standen, in Wien, im Hause Dorotheergasse 12 zusammengetreten und haben die `Großloge von Wien´ gegründet. - Niedergeschrieben zum ewigen Gedächtnis und gefertigt von den Mm. .. v. .. St. .. der Logen: L Humanitas, L Sokrates, L Eintracht, L Treue, L Lessing, L Kosmos, L Gleichheit, L Zukunft, L Schiller, L Freund­schaft, L Goethe, L Pionier, L Zur Wahrheit, L Fortschritt.“Die neue GL umfasst 1.044 Mitglieder in 14 LL.

Die Freimaurerei entwickelte sich durch die Neuaufnahme zahlreicher Brüder und auch der Gründung neuer Logen. Sie engagierte sich insbesondere bei den verschiedenen Friedensbewegungen.
„Die österreichischen Freimaurer sind überzeugte Pazifisten“ (Erklärung der Großloge von Wien, 1924).

Die Großloge 1933/34 bis 1938

Mit dem Beginn der dreißiger Jahre wurden die Widerstände gegen die Freimaurerei und ihre liberalhumanitären Ansichten immer größer. Dies gilt vor allem für die Zeit des autoritären Regimes in den Jahren 1933/34. Die rituellen Arbeiten wurden anfänglich durch staatliche Organe überwacht. Staatsbedienstete mussten die Logen decken, da die Zugehörigkeit zu denselben untersagt wurde. Der Druck lockerte sich zwar in den Folgejahren, aber man war sich nie sicher, ob es so weiter gehen wird.
Die letzte Mitteilung über Aufnahmen von Brüdern in den Bund der Freimaurer stammt von Februar 1938.

Die Vernichtung der Freimaurerei 1938

Mit dem Einmarsch der deutschen Truppen in Österreich im März 1938 stand fest, dass die Freimaurerei keinen Platz in diesem totalitären Staat hatte. Das hatte sich schon seit der Machtübernahme Hitlers in Deutschland im Jahre 1934 gezeigt. Dort stellten sich die diversen Großlogen zu Rittervereinen udgl. um; ein Verbot der Freimaurerei konnte jedoch nicht verhindert werden.
Am 12. März 1938 wurde das Wiener Logenhaus in der Dorotheergasse 12 von Angehörigen der NSDAP mit Polizeiassistenz und Beteiligung einer Menschenmenge besetzt, die Einrichtung zerstört oder beschlagnahmt. Die Stuhlmeister der meisten Wiener Logen und auch andere Funktionäre wurden inhaftiert und erst nach einiger Zeit wieder frei gelassen.
Großmeister Richard Schlesinger – seit 1919 Großmeister der Großloge von Wien – kam nach einer Operation in das Inquisitenspital und verstarb letztlich mangels ausreichender ärztlicher Betreuung am 5. Juni 1938.

Vielen Brüdern gelang rechtzeitig die Flucht ins Ausland. Die in Österreich verbliebenen Brüder gingen in die innere Emigration. Wenige der Brüder freundeten sich mit den Gedanken des Nationalsozialismus an und verrieten die Ideale der Freimaurerei. Ein Grossteil der Brüder, die jüdischer Herkunft waren oder die sich politisch gegen das herrschende Regime gestellt hatten, wurden verfolgt und in den Konzentrationslagern ermordet.

Freimaurerei in der Zweiten Republik

Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges trafen sich im Sommer 1945 die wenig noch verbliebenen Brüder über Initiative des Bruders Alfred Zohner und erweckten die Großloge von Wien, die später den Zusatz „von Österreich“ erhielt, wieder. Es wurde ausdrücklich die Kontinuität, da ein Beschluß zur Selbstauflösung im Jahre 1938 („wird sind nur der Gewalt gewichen“) nie gefasst wurde, betont.
Neben der Sammelloge „Humanitas renata“ in Wien erweckte sich in Kärnten die alte Loge „Paracelsus“. Der deputierte Großmeister des Jahres 1938, Bruder Karl Doppler, wurde zum ersten Großmeister nach dem Ende des Krieges gewählt. Zahlreiche Brüder fanden wiederum den Weg zur Dorotheergasse und auch in den anderen Bundesländern entfaltete sich wiederum freimaurerisches Leben. Überall wurden neue Logen gegründet.

Zum jetzigen Zeitpunkt gehören der Großloge von Österreich rund 2.800 Brüder in 66 Logen an.

Darüber hinaus sind noch nachstehende freimaurerische Organisationen in Österreich bekannt: der gemischte internationale Orden des „Le Droit humain“, der Großorient von Österreich, die Großloge „Humanitas Austria“ und kleinere freimaurerische Vereinigungen mit insgesamt ca. 600 Brüdern und Schwestern.

Neben dem 1975 in Rosenau eröffneten Freimaurermuseum informierten zwei große Ausstellungen über die Freimaurerei. Diese fanden in den Jahren 1984 und 1992 jeweils im Historischen Museum der Stadt Wien – jetzt Wien Museum - statt. Im Jahre 2006 fand anlässlich des Mozart Jahres neben anderen Mozart-Ausstellungen eine große Ausstellung in der Albertina, Wien unter Mithilfe der Großloge von Österreich statt. Im Rahmen der Revitalisierung des Mozarthauses in Wien, früher Figarohaus, 1010 Wien, Domgasse 5 wurden 2 Räume im 3. Obergeschoss dem Freimaurer Mozart gewidmet.

Vorläufer der Freimaurerei

In ihrem Selbstverständnis besteht die Freimaurerei "seit urdenklichen Zeiten", wobei auch antike Mysterienbünde

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in das Gedankengebäude einbezogen werden. Mittelalterliche Handwerkszünfte und Bauhütten verstanden sich als Bruderschaften und Männerbünde. Grundlage für ihre Zusammenschlüsse sahen sie in biblischen Texten, vor allem in dem dort beschriebenen Bau des Salomonischen Tempels.

Zu direkten Vorläufern der Freimaurerei wurden die Bauhütten in Britannien. Vor allem in Schottland war die Zunft der Steinmetze gut organisiert und durch Statuten geregelt. Das älteste maurerische Dokument ist das Regius-Manuskript, eine Steinmetz-Ordnung aus England um 1389, mit Anleitungen zu sittlich-religiösem Verhalten. Die Mitglieder der Bauhütten, englisch "Lodges", waren in zwei Grade, nämlich Lehrling und Geselle, gegliedert.

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